Lavard – Die Wahl zwischen Fliege und Krawatte

Heutzutage ist die Mode besonders wichtig. Es ist ihr zu verdanken, dass wir uns, unsere Ansichten, unsere Persönlichkeit, unsere Position zum Ausdruck bringen. Vielleicht sehen Sie deshalb einen Wandel in der Denkweise der Gesellschaft. Einmal wurde ein Mann, der sich für Mode und Styling interessierte, verspottet. Ein rosa Hemd oder ein Blumenhemd? Früher war das undenkbar. Glücklicherweise ist es immer weniger überraschend, wenn auch das männliche Geschlecht auf der Suche nach modischen Neuheiten ist und sich stilvoll oder gar avantgardistisch kleidet. Ein moderner Mann in seinen Frisuren steht oft vor einem ewigen Dilemma – Krawatte oder Fliege? Und wie war es früher?

Einer der Theorien zufolge wurde die Krawatte von Ludwig XIV. während des Dreißigjährigen Krieges in die Mode eingeführt. Später wurde es in England vertrieben und so wurde es zu einem obligatorischen Bestandteil eines eleganten Outfits. Sein ursprüngliches Aussehen unterschied sich von dem heutigen – es war ein dekorativer Stoffstreifen, der um den Hals gewickelt und verschnürt wurde. Im neunzehnten Jahrhundert gewann die Krawatte an Popularität. Die Krawatte hat sich im Laufe der Jahre verändert – es gab Zeiten, in denen Exzesse, Glitzer, und Zeiten, in denen Mäßigung, Ordnung und Einfachheit herrschten. Das heutige Aussehen dieses Accessoires wurde von Jesse Langsford entworfen, der vorschlug, die Krawatte aus drei Teilen des Materials statt aus einem einzigen zu nähen. Dadurch wurde sie leichter zu binden und flexibler. Seine Breite und Länge änderte sich ebenfalls. Die heute am häufigsten verwendete Krawatte ist etwa 8 cm breit. Die beliebteste Krawatte war anfangs der Vier-in-Hand-Knoten, d.h. ein gerader, leicht schräger Knoten. An dieser Stelle steht eine ganze Reihe von Knoten zur Verfügung – von einfach, breit bis raffiniert.

Obwohl die Krawatte unbestreitbar ein Juwel unter den Modeentdeckungen war, hatten viele Männer mit der Zeit keine Zeit, sie richtig zu binden, so dass sie nach anderen Lösungen suchten. Und so erschien die Fliege der Männer. Kleiner, schneller zu binden und ebenso raffiniert und elegant. Zu den Grundmustern gehörten die „Fledermaus“ – eine Fliege mit geraden Kanten, und der „Schmetterling“ – eine Fliege mit scharfen Enden. Beide Muster existieren bisher. Die Fliege war so beliebt wie die Krawatte – bis zu dem Punkt, an dem die Massenproduktion begann. Und nach wie vor gab es keine andere Möglichkeit als eine gebundene Fliege, die man heute in der Regel gebunden und bereit zum Befestigen findet. Die Mode der Herrenfliegen hat sich stark weiterentwickelt, und viele Salons bieten sowohl elegante als auch raffinierte Fliegen für verschiedene Stile an – Anzug und Casual.

Sowohl die Krawatte als auch der Hosenschlitz sind typische Elemente der Männerbekleidung. Es kommt jedoch vor, dass Frauen diesen Stil auch als Accessoire zu ihrem Outfit verwenden. Diese Wahl fügt dem Ganzen eine Kralle hinzu und gilt sicherlich für Frauen, die keine Angst vor Experimenten haben.

Zurück zur Frage: Krawatte oder Fliege?

Es ist beschlossen worden, dass Sie eine schwarze Fliege zum Smoking, eine weiße Fliege zum Frack und eine Krawatte zum Anzug tragen sollen. In den letzten Jahren war es jedoch die Fliege, die den Anzugmarkt besetzt hat. Und in verschiedenen Farben und Schnitten. Die Fliege mit dem Zusatz von weißem oder farbigem Etui im Set mit einem eleganten Hemd ist manchmal zur Wahl des zukünftigen Brautpaares und der Hochzeitsgäste geworden. Vergessen wir auch nicht die Bälle – auch hier steht die Fliege mit den Studenten zur Polonaise. Die jüngere Generation greift eher nach der Fliege – dies mag unter anderem an der mangelnden Fähigkeit liegen, eine Krawatte zu binden. Die Fliege sieht in lässigen Sets großartig aus, und das Aussehen der gestrickten Versionen begünstigt nicht standardmäßige Stilisierungen.

Bei der Auswahl der Accessoires ist zu bedenken, dass sie das Gesamtbild vervollständigen oder tatsächlich die Hauptrolle spielen. Bei der Herrenbekleidung können die Männer dank der Accessoires auffallen, sie können angeben (wenn es sich nicht um ein Treffen im Smoking oder Frack handelt). Daher sollte sie meiner Meinung nach von drei Grundprinzipien geleitet werden. Zunächst einmal geht es um Bequemlichkeit. Wenn ich mich mit einer Krawatte oder Fliege schlecht fühle – nichts mit Gewalt. Das ständige Verbessern meines Kragens oder das schnelle Entfernen dieses Teils meiner Garderobe verdirbt die Wirkung. Achten Sie auch auf den Schnitt der Fliege oder Fliege. Da diese beiden Zubehörteile in kleineren/größeren/dickeren/stärkeren Versionen erhältlich sind, sollten sie an die Gesichtsform und die allgemeine Körperstruktur angepasst werden. Es gibt Herren, denen keine Fliege passt (weil sie z.B. ein rundes Gesicht haben), und es gibt auch solche, die in einer Krawatte schrecklich aussehen (weil sie z.B. eine niedrige Höhe haben). Etwas zu tragen, das modisch ist, mir aber nicht passt, verfehlt den Sinn. Der letzte Indikator ist die Opportunity. Einen Stil zu wählen, der den Umständen entspricht, ist wirklich Kunst. Unser Ziel ist es, wie ein Filmstar auszusehen, aber nicht die Hauptfigur des Treffens zu überschatten (es sei denn, wir sind es).